Fotoprojekt – Infrarotfilteraufnahmen – Projekt von Anne Jeuk

Die Infrarot-Fotografie

Infrarot-Fotografie nutzt Licht jenseits des für das menschliche Auge sichtbaren Spektrums, meist im Bereich zwischen 700 und 1200 Nanometern. Da normale Kamerasensoren mit einem IR-Sperrfilter ausgestattet sind, braucht man entweder eine speziell umgebaute Kamera oder einen Infrarot-Filter, der vor das Objektiv geschraubt wird und sichtbares Licht blockiert. Ich habe für meine Canon R10 einen Infrarotfilter R72 verwendet.

Das Ergebnis sind Aufnahmen mit einer ganz eigenen, fast unrealistischen Wirkung:

Blattgrün reflektiert Infrarotlicht besonders stark und erscheint dadurch strahlend weiß oder cremefarben, während Himmel oft dramatisch dunkel und kontrastreich wirkt.

Gerade Landschaften, Wälder und Architektur profitieren von diesem ungewöhnlichen Blick, da vertraute Motive plötzlich fremd und geheimnisvoll wirken. Wegen der geringen Lichtmenge, die durch einen IR-Filter fällt, sind lange Belichtungszeiten und ein Stativ nötig. Ich habe meist zwischen 15 und 30 Sekunden belichtet. In jedem Fall ist helle Beleuchtung um die Mittagszeit hilfreich.

Die Raw-Aufnahmen erscheinen rot und werden in Lightroom einfach in schwarz-weiß umgewandelt. Ggf. Korrekturen der Belichtung, des Kontrast usw.

Außerdem  lassen sich die rötlich getönten Rohaufnahmen durch Kanaltausch von Rot und Blau (Photoshop) in den vorhandenen blauen Himmel mit weißer Vegetation verwandeln. Dann ist es ein farbiges und kein reines schwarz-weiß Bild.

In Photoshop habe ich die Rohaufnahmen mit Kanaltausch von Rot und Blau bearbeitet. Dadurch erhält man blauen Himmel und weiße/ leicht getönte Vegetation. Eine Variante.