Fotogruppe-NH

Henry Mann

Fotografiert hab ich schon immer, zu Studentenzeiten dank eines langen, dunklen Flurs in unserer Altbauwohnung auch entwickelt und Abzüge erstellt. Ich erinnere mich noch gut an den Geruch des Fixierbades und das schöne Korn der Ilfordfilme. Die Zeit der Dias und Diaabende folgte.

Die meisten Fotos entstanden dann mit dem Aufkommen der Digitalisierung mit Kompaktkameras auf vielen Reisen, dann wurde es wieder etwas anspruchsvoller mit einer Nikon DLSR plus diversen Objektiven, wobei die Makrofotografie mehr und mehr in den Mittelpunkt rückte, obwohl mich eigentlich die Streetfotografie der Magnum Mitglieder am meisten faszinierte und und auch heute noch emotional sehr anspricht.

Mit den spiegellosen Systemkameras wurde meine Leidenschaft neu entfacht. Seit der Pensionierung ist auch die Zeit vorhanden und eine Kamera ist dank der geringen Größe (auch der Objektive) fast immer dabei, um das festzuhalten, was mir beim Flanieren oder Wandern gerade ins Auge sticht. Das ist nicht unbedingt das Spektakuläre (kann es auch gerne sein), sondern eher das Unscheinbare, wofür der zweite Blick benötigt wird. Ich habe schon öfters bedauert, dass ich nicht früher damit angefangen habe, die Veränderungen in und um Niedernhausen, wo wir seit über 30 Jahren wohnen, zu dokumentieren (wie sah denn noch mal die alte Eisenbahnbrücke aus?).

Neben meiner großen Liebe für die Musik (Jazz, Rock, dilettiere auch etwas auf der E-Gitarre) und die Literatur (als ehemaliger Deutsch- und Sozialkundelehrer fast selbstverständlich) fasziniert mich die Malerei seit der Renaissance, besonders die Expressionisten. Wenn ich male, bevorzuge ebenfalls diesen Gestus.

Meine Lieblingsfotografen in der Gegenwart, deren Bilder und Inszenierungen bei mir große Bewunderung und Respekt hervorrufen, sind u.a. Cindy Sherman, Andreas Gursky und Thomas Ruff.

Galerie Henry Mann

Galerie Henry Mann